Taschenbuch, Paperback, Hardcover - die Unterschiede

Immer wieder werden wir gefragt, was eigentlich die Unterschiede zwischen Hardcover, Taschenbuch, Paperback und Softcover sind. Zugegeben, es ist auch gar nicht so leicht zu verstehen, denn einige Begriffe werden in verschiedenen Ländern unterschiedlich verwendet. So sagt die Buchbranche in den USA beispielsweise “Paperback”, wenn sie von einem Taschenbuch redet, in Deutschland hingegen unterscheiden Verleger und Leser nochmals zwischen Paperback und Taschenbuch. Wir erklären die vier am meisten nachgefragten Begriffe.

epubli Hardcover

Das Hardcover

Ein Buch mit Hardcover ist aufgrund seines kartonierten Umschlags oder einem Umschlag aus Pappe wesentlich geschützter und dadurch langlebiger als ein Paperback oder ein Softcover-Buch. Eine weitere Besonderheit beim Hardcover ist, dass der Rücken des Buches nicht fest mit dem Umschlag verklebt ist. Wenn man das Buch aufklappt, entsteht daher ein Hohlraum zwischen Rücken und Cover.

Der Inhalt und der Umschlag sind bei einem Hardcover-Buch durch ein Vorsatzblatt miteinander verbunden. Hardcover sind teurer als Softcover oder Paperbacks im Taschenbuchformat, weil die Produktionskosten für die Druckerei wesentlich höher sind.

Für bestimmte Genres und spezielle Themen eignen sich Hardcover besser als beispielsweise Taschenbücher mit einem Softcover. Bildbände und Kochbücher sind klassische Beispiele für Hardcover-Bindungen. Hier können Sie Ihr Kochbuch drucken lassen.

Viele Bücher mit einem Hardcover enthalten ein Lesebändchen, das als Lesezeichen verwendet werden kann. Es hat auch die Fähigkeit, das Buch zu stabilisieren.

Es gibt zwei unterschiedliche Bindungsarten bei Hardcovern: Die Klebebindung und die Fadenheftung. Zweite ist durchschnittlich etwas teurer, weil es aufwendiger in der Produktion ist. Bei epubli werden Klebebindungen mit besonders haltbarer PUR-Klebebindung angeboten.

 
 

Ein kleiner Ausflug in die Papier-Kunde:

Papier ab einem Gewicht von ca. 170 g/m² wird als Karton bezeichnet. Zur Orientierung: Visitenkarten haben meist eine Papierstärke von 250-300 g/m². Papier mit einem Gewicht von über 600 Gramm wird als Pappe bezeichnet. Ein Hardcover sollte eine Pappenstärke von 2,2 mm und einen Bezug von 130 g/m² besitzen.

 
 

epubli Taschenbuch

Das Taschenbuch

Das Taschenbuch ist ein Buchtyp, der im 19 Jahrhundert entstanden ist. Die Bezeichnung hat das Taschenbuch seinem Format und seinem Gewicht zu verdanken. Denn im Vergleich zu dem Format, das meist für ein Hardcover-Buch genutzt wird, ist es wesentlich leichter und handlicher und damit perfekt für die Tasche geeignet. Das Taschenbuch ist außerdem günstigster in Produktion und auch im Verkauf und daher meist für den großen Vertrieb gedacht.

Oft erscheint ein Titel erst als Hardcover und einige Monate später als Taschenbuch mit einem Softcover oder Paperback. Viele Käufer warten die Veröffentlichung des Taschenbuchs gerne ab, um sich das teurere Hardcover beim Buch zu sparen. Das gängige Standardformat für Taschenbücher liegt bei 12,5 x 19 cm. Hier finden Sie unsere Übersicht zum Thema Taschenbuch drucken.

epubli Paperback

Das Paperback

Im Prinzip ist das “Paperback” lediglich das englische Synonym für das deutsche Taschenbuch. In Deutschland ist mit Paperback allerdings meist der Umschlag eines Buches gemeint, welcher bei einem Paperback eher dünn ist. Das passt zur wörtlichen Übersetzung, denn die bedeutet “Papierrücken”. Die Papierstärke des Umschlags eines Paperback ist meist schwächer als die eines Hardcovers oder Softcovers. Das Paperback (hier ist der Umschlag gemeint) wird meist für das Taschenbuchformat genutzt.

Paperback vs. Hardcover

Vorteile eines Buchs mit Paperback gegenüber Hardcover

  • Der Preis
    Ein Paperback ist wesentlich leichter zu produzieren als ein Hardcover und verursacht deshalb weniger Kosten in der Produktion. Durch die Kostenersparnis können Sie ein Paperback günstiger anbieten. Ein niedrigerer Preis wird mehr Kunden anlocken und Ihre Verkäufe steigern.
  • Das Gewicht
    Der größere Umschlag und die Pappe beim Hardcover wiegen mehr als das Papier beim Paperback. Somit ist der Transport von Hardcover-Büchern aufwendiger.

Nachteile eines Buchs mit Paperback gegenüber Hardcover

  • Die Qualität
    Das Hardcover bietet einen sehr guten Schutz und lässt sich fast nicht zerstören. Beim Paperback kann es schnell passieren, dass Kratzer, Knicke oder Eselsohren entstehen. Die rasante Abnutzung eines Paperbacks ist definitiv ein Nachteil gegenüber dem Hardcover.
  • Das Aussehen
    Stellen Sie sich ein Hardcover in Ihr Bücherregal, sieht das schöner aus, als wenn das Paperback den Platz bekommt.

 
 

epubli Softcover

Das Softcover

Softcover sind flexible, weiche Cover, die überwiegend im Taschenbuchformat verwendet werden. Die Qualität eines Softcovers ähnelt der eines Hardcovers, obwohl der Buchrücken beim Softcover geklebt wird. Sie sind jedoch wesentlich stabiler als Paperbacks, welche stark anfällig für Eselsohren sind. Das Softcover kann auch als Broschur bezeichnet werden.

Übrigens: Veröffentlichen Sie Ihr Buch sowohl im Hardcover- als auch im Softcover-Format, gelten diese als zwei unterschiedliche Veröffentlichungen und bekommen deshalb auch jeweils eine eigene ISBN. Die ISBN (Internationale Standard Buch Nummer) gibt nämlich nicht nur an, um welchen Titel es sich handelt, sondern auch die jeweilige Ausstattung.

Buchausstattungsbeispiele

Taschenbuch in schwarz/weiß

  • Taschenbuch
  • Softcover
  • 90g/m² Papier
  • 155 S. s/w

5,75 Euro pro Exemplar

Taschenbuch mit Farbseiten

  • Taschenbuch
  • Softcover
  • 90g/m² Papier
  • 170 S. s/w + 15 Farbseiten

8,27 Euro pro Exemplar

Taschenbuch mit Farbseiten

  • Taschenbuch
  • Hardcover
  • 90g/m² Papier
  • 160 S. s/w + 15 Farbseiten

16,22 Euro pro Exemplar


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30.06.2016 zuletzt geändert am: 06.04.2022 • Katharina Fabian
Kategorien: Erstellen,
Tags: hardcover, paperback, taschenbuch,